Biographie


Biographie

Ingo Zechner, Mag. Dr., geb. 1972, Historiker und Philosoph, Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte und Gesellschaft (LBIGG) in Wien.

2000–2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (Restitution, Archiv), 2003­­­–2008 ebd. Leiter der Anlaufstelle für jüdische NS-Verfolgte in und aus Österreich; 2009 Geschäftsführer des neu gegründeten Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI). Seit 2010 Mitarbeiter und Leiter diverser Forschungsprojekte am Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung und am Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft. 20132016 Stv. Direktor und Wissenschaftskoordinator des IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien, seit Mai 2015 Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte und Gesellschaft in Wien.

Fellowships: 2004 BTWH/IFK_Visiting Scholar der University of California in Berkeley; 2013 Raab Foundation Fellow am Center for Advanced Holocaust Studies im United States Holocaust Memorial Museum, Washington DC

Mitgliedschaften: Seit 1999 Mitglied des internationalen Forschungsnetzwerks BTWH (Berkeley/Tübingen/Wien/Harvard), 2002–2008 Mitglied der Kommission für Provenienzforschung, 2003–2008 Mitglied der Wiener Rückstellungs-Kommission. Seit 2016 Mitglied der wissenschaftlichen Beiräte des Instituts für Wissenschaft und Forschung (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) und des Österreichischen Museums für Volkskunde, Redaktionsmitglied der ZfK Zeitschrift für Kulturwissenschaften. Seit April 2016 Stv. Vorsitzender des Vereins Freunde und Freundinnen des IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften.

Forschungsprojekte: „Prozesse und Strategien faschistischer Herrschaft. Das Beispiel Wien“ 2010–2011 (Jubiläumsfonds der ÖNB, Key Researcher), „Ephemere Filme: Nationalsozialismus in Österreich“ 2011–2016 (Zukunftsfonds, Projektleiter), „Sichtung und Aufarbeitung des Filmarchivbestandes media wien“ 2011–2017 (Stadt Wien MA 7, Projektleiter ab 2015), „Archäologie des Amateurfilms. Ausgrabungen zur visuellen Kultur der Moderne“ 2012–2013 (FWF, Projektmitarbeiter), „Metropolis in Transition, Wien | Budapest 1916–1921“ 2014–2016 (Sparkling Science, Projektleiter ab 2015), „Sicherung, Aufarbeitung und Erschließung des Archivs der Freien Österreichischen Jugend“ 2014–2016 (Zukunftsfonds und Nationalfonds, Projektleiter ab 2015), „I-Media-Cities“ 2016–2019 (Horizon 2020, Projektleiter LBIGG) und „Red Vienna Sourcebook" 2017–2019 (Stadt Wien MA 7, Projektleiter LBIGG).

Lehre: 1997­–2000 am Institut für Philosophie der Universität Wien, 2003–2004 und seit 2015 am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.

Publikationen: Monographien, Ausstellungskataloge, Sammelbände, Aufsätze und Rezensionen zu Philosophie, Film, Literatur, zu NS-Vermögensentzug, Restitution und Entschädigung sowie zu Archiv und Bibliothek der jüdischen Gemeinde Wiens.

Vorträge: in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Schweden, Island, Polen, Russland, Kanada und den USA.

Forschungsschwerpunkte: Film und Filmtechnologie, Digitale Medien; Zeit und Gedächtnis; Ästhetische Theorie, Cultural Studies; Strukturalismus und Poststrukturalismus; Holocaust Studies und Studien zum NS-System: NS-Vermögensentzug und Restitution (insbesondere Kunstrestitution und Naturalrestitution von Liegenschaften, Vermögen und Strukturen der jüdischen Organisationen Österreichs), NS-Herrschaftsapparat in Wien.